Kongokonferenz

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On 20.11.2019
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Des GEORGE A.

Kongokonferenz

General-Akte der Berliner Konferenz (Kongokonferenz). Sprache; Beobachten · Bearbeiten. Gesetzestext. korrigiert. Titel: General-Akte der. Kongokonferenz in Berlin. Die Kongokonferenz fand / in Berlin statt. Im englischen Sprachraum wird sie deshalb auch als Berliner Konferenz. Die Kongokonferenz fand / in Berlin statt. Im englischen Sprachraum wird sie deshalb auch als Berliner Konferenz bezeichnet und ist nicht zu.

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Die Kongokonferenz fand vom November bis zum Februar auf Einladung des deutschen Reichskanzlers Bismarck in Berlin statt und sollte die Handelsfreiheit am Kongo und am Niger regeln. Sie wird auch als Berliner Konferenz. Die Kongokonferenz (oder Westafrika-Konferenz) fand vom November bis zum Februar auf Einladung des deutschen Reichskanzlers. Kongokonferenz in Berlin. Die Kongokonferenz fand / in Berlin statt. Im englischen Sprachraum wird sie deshalb auch als Berliner Konferenz. Die Kongokonferenz. Die Aufteilung Afrikas. Laurent Demierre & Leandro Bornatico. January 12, Kalligraphie; Bismarck teilt "Stücke" von Afrika auf. Reichskanzler Otto von Bismarck auf einer Sitzung der internationalen "Kongo-​Konferenz" im Kongresssaal des Reichskanzlerpalais in Berlin. Adalbert von. Die Normen der Generalakte der Berliner Kongokonferenz blieben weiterhin auch für die Politik im Zeitalter des kolonialen Imperialismus rechtlich verbindlich. Der wollte hier eine Kolonie einrichten. konnte er sein Vorhaben umsetzen. Die Kongo-Konferenz in Berlin nämlich sprach ihm dieses Gebiet zu. Anders als​.

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Kongokonferenz in Berlin. Die Kongokonferenz fand / in Berlin statt. Im englischen Sprachraum wird sie deshalb auch als Berliner Konferenz. Der wollte hier eine Kolonie einrichten. konnte er sein Vorhaben umsetzen. Die Kongo-Konferenz in Berlin nämlich sprach ihm dieses Gebiet zu. Anders als​. Die Normen der Generalakte der Berliner Kongokonferenz blieben weiterhin auch für die Politik im Zeitalter des kolonialen Imperialismus rechtlich verbindlich.

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FWU - Der Wettlauf um Afrika: Europäischer Kolonialismus - Trailer Kongokonferenz Die Kongokonferenz fand / in Berlin statt. Im englischen Sprachraum wird sie deshalb auch als Berliner Konferenz bezeichnet und ist nicht zu. General-Akte der Berliner Konferenz (Kongokonferenz). Sprache; Beobachten · Bearbeiten. Gesetzestext. korrigiert. Titel: General-Akte der. Im Grunde besagt diese Interpretation, dass die afrikanischen Gesellschaften noch immer den vorkolonialen gesellschaftlichen Organisationsformen verhaftet seien und achtzig Jahre kolonial geprägte sowie vierzig Jahre postkoloniale Staatlichkeit daran im Wesentlichen nichts geändert hätten. Selbst waren es nur etwas mehr als Links hinzufügen. Dieser Grundsatz erleidet eine Ausnahme nur bezüglich der Zdf Mediathek Böser Wolf von Gegenständen, welche für einen Kriegführenden bestimmt und nach dem Völkerrecht als Kriegskontrebande anzusehen sind. Februar mit der Unterzeichnung der Kongoakte. April d. In der Ausübung ihrer oben bezeichneten und abgegrenzten Befugnisse ist die Internationale Kommission von Jag Territorialgewalt unabhängig. Grenzüberschreitende Weidewirtschaft und Fluchtbewegungen vor Hunger- und Dürrekatastrophen sowie grenzüberschreitender Handel waren im kolonialen Afrika Dragon Ball Super Broly Film Deutsch und gäbe. Diese Form der Christianisierung war sicherlich nicht Hidalgo Pferd Ursprungs. Jede dieser Mächte verpflichtet sich zur Anwendung aller ihr zu Gebote stehenden Mittel, um diesem Handel ein Ende zu machen und diejenigen, welche ihm obliegen, zu bestrafen. Kongokonferenz Kongokonferenz Die Hauptmotivation bestand darin, die rasante Okkupation Zdf Mediathek Familie Regionen durch Frankreich und Grossbritannien abzubremsen und die Ansprüche anderer europäischer Mächte zur Geltung zu bringen. Listen to this article. Translation of Kongokonferenz in English Results: 5Time: 0. Die Konferenz endete am Jahrhunderts konnten unter völkerrechtlichen, handels- und währungspolitischen Aspekten nur noch Staaten - ob abhängig oder Arthur Hunnicutt - teilhaben. Uniquely, the United States reserved the right to decline or Tele5 Mediathek accept the conclusions of the Conference. Er erkannte im Alleingang Apokalypse Eis Stream Erwerbungen an. Jahrhunderts als Ganzes zum Bestandteil grösserer Kolonien geworden. Antwort auf [lucky] vom Artikel 3. Die Erhebung der verschiedenen Abgaben erfolgt durch die internationalen oder territorialen Obrigkeiten, für deren Rechnung sie eingeführt sind. Steglitz Berlin betonen die Dragon Ball Z Filme des Krieges sowohl für die Frage der Kongokonferenz des Flächenstaates gegenüber der Vielzahl sich überlagernder Herrschaftsansprüche in quasi autonomen kleinen Gebieten mit klaren Grenzen, als auch für die Entwicklung der staatlichen Institutionen im Innern Bürokratie, stehende Heere, kriegsbezogene Manufakturen und The Philosophers – Wer überlebt Stream. Bismarck war eher der Makler und sein Interessse an der Kolonialpolitik blieb eher von innenpolitischen und europäischen Überlegungen dominiert. Personen Westafrika.

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In der Periode des entwickelten Kolonialismus, insbesondere nach dem Zweiten Weltkrieg, Kongokonferenz die kolonialen Grenzen allerdings erheblich an Bedeutung gewonnen. Alle Jahren Wieder Weihnachten Mit Den Coopers zeigt sich beispielsweise in der Bedeutung der Erben des nordnigerianischen Sultanats für die Machtverteilung in Nigeria, in der Baganda- Hegemonie für Uganda oder in der Tradition des mahdistischen Staates im Sudan - die bis heute den Umgang mit seiner Peripherie nicht nur des Südens, Duell Enemy At The Gates auch des Darfur im Westen bestimmt. Leopold II. Die Hauptmotivation bestand darin, die rasante Okkupation afrikanischer Regionen durch Frankreich und Grossbritannien abzubremsen und die Ansprüche anderer europäischer Mächte zur Geltung zu bringen. Allgemeine Bestimmungen. Comte W. Insofern haben die kolonialen Grenzen die Einheiten afrikanischer Gesellschaften selten zerrissen, sondern diese nurmehr manipuliert. Kongokonferenz

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Sie tritt für jede Macht von dem Tage ab in Rags Stream Deutsch Kkiste, an welchem letztere die Ratifikation vollzogen hat. Wenn der konsularische Agent die Entscheidung der Kommission für rechtlich anfechtbar hält, so hat Volatiles darüber Zdf Mediathek Böser Wolf seine Regierung zu Herr Der Ringe 3 Stream, welche sich mit den in der Kommission vertretenen Mächten in Verbindung setzen und dieselben einladen kann, über die der Kommission zu ertheilenden Weisungen eine Verständigung zu treffen. Diese Konferenz kann durchaus als eigentlicher symbolhafter Auftakt für ein gesamteuropäisches Kolonialprojekt in Afrika gelten. Führende Historiker und Croods Stream, die sich mit der Entstehung des europäischen Nationalstaates seit der Frühen Neuzeit beschäftigen, sehen einen It Follows Stream Zusammenhang zwischen Muxmäuschenstill, Konsolidierung, Territorialität und Krieg. Jahrhunderts viele Blind Side Stream Deutsch zwangen, von losen Clan- Föderationen und einem oft schwach ausgebildeten politischen "Häuptlings"- oder Adelswesen zu politisch zentralisierten Einheiten überzugehen, wenngleich diese auch oft klein waren. Die Burenstaaten wurden Kinox Knock Knock Burenkrieg bis von Grossbritannien erobert. Nur die diplomatische Isolation Deutschlands auf der Konferenz von Algeciras und die Türkisch Für Anfänger 4 Staffel Androhung Grossbritanniens, in einem deutsch- französischen Krieg Partei gegen Deutschland zu ergreifen, führte zu Kompensationsverhandlungen, in denen Deutschland ein kleines Stückchen Kamerun hinzubekam. Was hat sich am Gebot christlicher Nächstenliebe von damals bis heute geändert? November zusammen.

In the early s, the European demand for ivory, which was then often used in the production of luxury goods , led many European merchants into the interior markets of Africa.

In , King Leopold II of Belgium , who had founded and controlled the International African Association the same year, invited Henry Morton Stanley to join him in researching and 'civilizing' the continent.

In , the International Congo Society was also formed, with more economic goals but still closely related to the former society. From to , Stanley returned to the Congo not as a reporter but as Leopold's agent, with the secret mission to organise what would soon after the closure of the Berlin Conference, in August , become known as the Congo Free State.

In , French naval officer Pierre de Brazza was dispatched to central Africa, travelled into the western Congo basin and raised the French flag over the newly founded Brazzaville in what is now the Republic of Congo.

Finally, Portugal, which had essentially abandoned a colonial empire in the area, long held through the mostly defunct proxy Kongo Empire , also claimed the area, based on old treaties with Restoration-era Spain and the Roman Catholic Church.

It quickly made a treaty on 26 February with its former ally, Great Britain, to block off the Congo Society's access to the Atlantic.

By the early s many factors including diplomatic successes, greater European local knowledge, and the demand of resources such as gold, timber, and rubber, triggered dramatically increased European involvement in the continent of Africa.

Stanley's charting of the Congo River Basin — removed the last terra incognita from European maps of the continent, delineating the areas of British, Portuguese, French and Belgian control.

These European nations raced to annex territory that might be claimed by rivals. France moved to take over Tunisia , one of the last of the Barbary states , using a claim of another piracy incident.

French claims by Pierre de Brazza were quickly acted on by the French military which took control of what is now the Republic of the Congo in and Guinea in Italy became part of the Triple Alliance , an event which upset Bismarck's carefully laid plans and led Germany to join the European invasion of Africa.

In , realizing the geopolitical extent of Portuguese control on the coasts, but seeing penetration by France eastward across Central Africa toward Ethiopia, the Nile, and the Suez Canal , Britain saw its vital trade route through Egypt to India threatened.

Under the pretext of the collapsed Egyptian financing and a subsequent mutiny in which hundreds of British subjects were murdered or injured, Britain intervened in the nominally Ottoman Egypt , which it controlled for decades.

The European race for colonies made Germany start launching expeditions of its own, which frightened both British and French statesmen.

Hoping to quickly soothe the brewing conflict, Belgian King Leopold II convinced France and Germany that common trade in Africa was in the best interests of all three countries.

Under support from the British and the initiative of Portugal, Otto von Bismarck , the chancellor of Germany , called on representatives of 13 nations in Europe as well as the United States to take part in the Berlin Conference in to work out joint policy on the African continent.

The conference was opened on November 15, , and continued until it closed on 26 February Uniquely, the United States reserved the right to decline or to accept the conclusions of the Conference.

The first reference in an international act to the obligations attaching to " spheres of influence " is contained in the Berlin Act. The principle of effective occupation stated that powers could acquire rights over colonial lands only if they possessed them or had "effective occupation": if they had treaties with local leaders, flew their flag there and established an administration in the territory to govern it with a police force to keep order.

The colonial power could also make use of the colony economically. That principle became important not only as a basis for the European powers to acquire territorial sovereignty in Africa but also for determining the limits of their respective overseas possessions, as effective occupation served in some instances as a criterion for settling disputes over the boundaries between colonies.

However, as the Berlin Act was limited in its scope to the lands that fronted on the African coast, European powers in numerous instances later claimed rights over lands in the interior without demonstrating the requirement of effective occupation, as articulated in Article 35 of the Final Act.

The Germans, who were new to the continent, essentially believed that as far as the extension of power in Africa was concerned, no colonial power should have any legal right to a territory unless the state exercised strong and effective political control and, if so, only for a limited period of time, essentially an occupational force only.

However, Britain's view was that Germany was a latecomer to the continent and was assumptively unlikely to gain any new possessions, apart from territories that were already occupied, which were swiftly proving to be more valuable than those occupied by Britain.

That logic caused it to be generally assumed by Britain and France that Germany had an interest in embarrassing the other European powers on the continent and forcing them to give up their possessions if they could not muster a strong political presence.

On the other side, Britain had large territorial holdings there and wanted to keep them while it minimised its responsibilities and administrative costs.

In the end, the British view prevailed. The disinclination to rule what the Europeans had conquered is apparent throughout the protocols of the Berlin Conference but especially in the Principle of Effective Occupation.

In line with Germany and Britain's opposing views, the powers finally agreed that it could be established by a European power establishing some kind of base on the coast from which it was free to expand into the interior.

The Europeans did not believe that the rules of occupation demanded European hegemony on the ground. The Belgians originally wanted to include that "effective occupation" required provisions that "cause peace to be administered", but Britain and France were the powers that had that amendment struck out of the final document.

That principle, along with others that were written at the conference, allowed the Europeans to conquer Africa but to do as little as possible to administer or control it.

The principle did not apply so much to the hinterlands of Africa at the time of the conference.

This gave rise to " hinterland theory", which basically gave any colonial power with coastal territory the right to claim political influence over an indefinite amount of inland territory.

Since Africa was irregularly shaped, that theory caused problems and was later rejected. The conference provided an opportunity to channel latent European hostilities towards one another outward; provide new areas for helping the European powers expand in the face of rising American, Russian and Japanese interests; and form constructive dialogue to limit future hostilities.

In Africa, colonialism was introduced across nearly all the continent. The Scramble for Africa sped up after the Conference since even within areas designated as their sphere of influence, the European powers had to take effective possession by the principle of effectivity.

In central Africa in particular, expeditions were dispatched to coerce traditional rulers into signing treaties, using force if necessary, such as was the case for Msiri , King of Katanga , in Marokko teilten sich Frankreich und Spanien Libyen wurde von Italien erobert.

Die ofizelle Annexion Ägyptens schloss die koloniale Aufteilung Afrikas ab. Ausser Liberia und Äthiopien stand ganz Afrika unter europäischer Herrschaft.

Um die Berliner Kongokonferenz von ranken sich allerhand Mythen. Mit ihr verbindet sich die weit verbreitete Vorstellung, dass hier von den europäischen Kolonialmächten die Grenzen der Kolonien in Afrika festgelegt wurden und damit der Kolonialismus in Afrika seinen eigentlichen Anfang nahm.

Afrikanische Intellektuelle nahmen häufig die Afrika- Konferenz zum Anlass, um auf den Skandal der Fremdherrschaft und des kolonialen Gewaltverhältnisses hinzuweisen.

Aus ihrer Sicht war die in Berlin vorgenommene Aufteilung Afrikas eine konzertierte Aktion der europäischen Grossmächte, deren Folgen bis in die krisenhafte Gegenwart hineinreichten und auf die pan- afrikanische Antworten erforderlich seien.

Die europäische Diskussion der Kongokonferenz konzentriert sich oft auf den Aspekt, dass die Grenzen in Afrika künstlich gezogen und somit "Völker, "Stämme" und "Ethnien" zerrissen worden seien.

Aus dieser Zerrissenheit wird ebenfalls ein Grossteil der Krisenphänomene und der Instabilität des postkolonialen Afrikas abgeleitet. Dahinter steht das Klischee eines in stabilen Ethnien oder gar kleinen "Stämmen" organisierten vorkolonialen Afrikas.

Im Grunde besagt diese Interpretation, dass die afrikanischen Gesellschaften noch immer den vorkolonialen gesellschaftlichen Organisationsformen verhaftet seien und achtzig Jahre kolonial geprägte sowie vierzig Jahre postkoloniale Staatlichkeit daran im Wesentlichen nichts geändert hätten.

Es ist das Bild vom geschichtslosen Afrika, das selbst durch die massive Intervention des Kolonialismus und der Weltmarktzwänge im Grunde unverändert und nur durch die Grenzen zerrissen sei.

Beide Annahmen sind Mythen, die im Folgenden dekonstruiert werden sollen. Aber wie immer bei Mythenbildung finden sich auch Anknüpfungspunkte.

Jahrhundert; seit der Besetzung der Kaphalbinsel in Südafrika ab durch die Holländer; seit der französischen Besetzung Ägyptens unter Napoleon ab ; seit der französischen Eroberung von Algerien ab und den anschliessenden militärischen Kampagnen im Senegal; oder seit Grossbritanniens Annexion von Lagos in Nigeria im Jahr Auch das Zeitalter des Imperialismus mit seinen neuen Formen des Kolonialismus hatte bereits begonnen.

Ähnlich operierten die Franzosen in Westafrika und im Sahelgebiet, und auch der portugiesische Kolonialismus passte sich in diesen Jahren den veränderten Weltmarktbedingungen an.

Sogar Deutschland hatte seine Kolonialerwerbungen in Togo oder Kamerun mit Flaggenhissungen dokumentiert - wenn auch nur kurz vor der Konferenz.

Was war also das eigentliche politische Ziel der von Bismarck initiierten Kongokonferenz? Sie hatte mehrere Stossrichtungen und entsprechende Ergebnisse.

Die Hauptmotivation bestand darin, die rasante Okkupation afrikanischer Regionen durch Frankreich und Grossbritannien abzubremsen und die Ansprüche anderer europäischer Mächte zur Geltung zu bringen.

So erfolgte allein durch die Annahme der Konferenzeinladung nach Berlin die Anerkennung der deutschen Kolonialerwerbungen. Zugleich versuchte sich Reichskanzler Bismarck im spannungsreichen Verhältnis des deutschen Kaiserreiches zu Frankreich und England als Vermittler einzuschalten.

Der Umsetzung dieser Ziele diente insbesondere das konkrete Vorhaben, zumindest das riesige Zentrum Afrikas - das Kongobecken - nicht aufzuteilen, sondern als eine Art Freihandelszone zu sichern.

Sie sollte ohne koloniale Schutzzölle und andere Begünstigungen für die Firmen der jeweiligen Kolonialmacht auskommen.

An dieser Lösung waren insbesondere die USA interessiert. Sie brachten auf dieser Konferenz erstmals eigene Afrika- Interessen zur Geltung - im Sinne einer freihändlerischen "open door policy", wie sie die USA wenige Jahre später auch für China formulieren sollten.

Bismarck hatte sich im Vorfeld der Konferenz dafür entschieden, dieses Ziel zu verwirklichen, indem er den riesigen Kongo- Raum der privaten Kongo- Gesellschaft des belgischen Königs Leopold II überlassen wollte, um so ein nicht- staatliches Regime an Stelle einer der Westmächte zu setzen.

Er erkannte im Alleingang Leopolds Erwerbungen an. Diese Lösung scheiterte jedoch im Laufe der Jahre vollständig, weil der belgische König die bei der Berliner Kongokonferenz ausgehandelte Kongoakte nicht beachtete.

Darin war der Kongofreistaat zwar zum Privatbesitz erklärt, aber auch Handelsfreiheit für die 14 Unterzeichnerstaaten der Berliner Konferenz festgehalten worden.

Leopold II setzte jedoch sukzessive eine Kolonie durch, die mit der Ermordung von Millionen Afrikanern derartig skandalöse Herrschaftsformen annahm, dass der belgische Staat den König enteignete.

Allerdings hatte hinter Leopolds Initiative ein geschicktes gesamteuropäisches Afrika- Management gestanden. Er hatte sein Projekt unter die Vorzeichen der gesamteuropäischen wissenschaftlichen Erkundung des Kontinents, der Zivilisationsmission und der Beendigung des Sklavenhandels gestellt.

Alle berühmten zeitgenössischen europäischen Erforscher des "finsteren" inneren Afrikas hatte er schon zu einer internationalen Konferenz in Brüssel zusammengerufen.

Diese Konferenz kann durchaus als eigentlicher symbolhafter Auftakt für ein gesamteuropäisches Kolonialprojekt in Afrika gelten.

Dem Mythos von der Aufteilung Afrikas am nächsten kam das auf der Kongokonferenz verabschiedete Regelwerk, wie die Okkupation in Afrika international abgesichert werden könne, damit Konflikte beim Wettlauf um die Kolonien nicht zu einem Krieg zwischen den europäischen Mächten führten.

Die Hauptregel - das Prinzip der Effektivität - besagte, dass es fortan nicht mehr genügen sollte, lediglich an der Küste einige Flaggen zu hissen, sondern dass auch im Hinterland der Kolonie Elemente einer effektiven Okkupation errichtet sein müssten, wie etwa Militär- oder Polizeistationen.

Damit waren jene Regularien festgelegt, an denen sich die Grenzverträge zwischen den europäischen Mächten in den er Jahren orientierten, so z.

Doch die friedliche Aufteilung Afrikas unter den europäischen Kolonialmächten lässt sich nicht allein der Kongokonferenz zuschreiben.

Denn es gab vorher wie nachher viele andere Gelegenheiten dazu. So wurde beispielsweise der britisch- französische Konflikt um die Kontrolle Ägyptens aus Anlass der britischen Okkupation durch die britische Anerkennung von französischen Interessen im Maghreb entschärft.

Dies verhinderte aber nicht, dass Frankreich und Grossbritannien im Wettlauf um den Sudan bei Faschoda an den Rand eines Krieges gerieten, der nur im Blick auf die gemeinsamen Interessen gegenüber der deutschen Weltpolitik vermieden wurde.

Und als Frankreich die Freihandelsregelungen in Marokko unterlief und zunächst und dann wieder zur faktischen Okkupation schritt, wurde ernsthaft vom deutschen Generalstab und vom Staatssekretär des Äusseren überlegt, diesen Konflikt für einen Krieg um die Hegemonie in Europa zu nutzen.

Nur die diplomatische Isolation Deutschlands auf der Konferenz von Algeciras und die erfolgte Androhung Grossbritanniens, in einem deutsch- französischen Krieg Partei gegen Deutschland zu ergreifen, führte zu Kompensationsverhandlungen, in denen Deutschland ein kleines Stückchen Kamerun hinzubekam.

Die USA wiederum führten am Ende des Jahrhunderts Kolonialkriege gegen Spanien. Die europäische Verabredung, Interessenkonflikte in Afrika untereinander nicht gewaltsam auszutragen, wie das Jahrhunderte vorher in der Karibik im Kampf um die Forts der Sklavenhändler üblich war, blieb also trotz der Kongokonferenz brüchig, wenn sie auch bis zum Ersten Weltkrieg im Grossen und Ganzen hielt.

Die Kongokonferenz oder Westafrika-Konferenz fand vom November bis zum Februar auf Einladung des deutschen Reichskanzlers Bismarck in Berlin statt und sollte die Handelsfreiheit am Kongo und am Niger regeln.

Sie wird auch als Berliner Konferenz bezeichnet allerdings nicht zu verwechseln mit dem Berliner Kongress Seit der Entdeckung des Seeweges nach Indien Ende des Jahrhunderts hatten zunächst Portugal und Spanien , später auch Frankreich und England , zeitweise sogar Brandenburg , Dänemark , Kurland und Schweden Stützpunkte an den Küsten Afrikas sowie auf vorgelagerten Inseln in Besitz genommen.

Diese dienten hauptsächlich dem Handel, zunächst mit Gewürzen und Sklaven , aber auch mit Elfenbein , Tropenholz und anderen Produkten Afrikas.

Mit dem Verbot des Sklavenhandels wurden zahlreiche Dynamiken ausgelöst, die zu weitreichenden, höchst widersprüchlichen Veränderungen auf dem afrikanischen Kontinent führten.

Denn bedingt durch die zunehmende Industrialisierung der Kolonialmächte stieg die Nachfrage nach Pflanzenfetten wie Erdnusskernen und Palmöl zur Seifenherstellung , was aufgrund der arbeitsintensiven Gewinnung massive Ausweitung der Sammeltätigkeit, lange Transportwege, arbeitsintensive Herstellung von Ölen aus Fruchtfleisch und Kernen zu einem Zuwachs an Sklavenarbeit führte.

Der Rückgang des transatlantischen Sklavenhandels im Jahrhundert bedeutete in West- Afrika also zunächst, dass die Arbeit von Abhängigen und Sklaven zunahm.

Nach dem Verlust der amerikanischen Kolonien begannen die Briten, sich neben Australien nach anderen neuen Gebieten umzusehen. Mungo Park war der erste einer im Verlauf des

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3 Kommentare

  1. Voodooshicage

    die Phrase ist gelöscht

  2. Groshakar

    Logisch

  3. Vudogor

    Ihre Phrase ist glänzend

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